Vortrag in Frankfurt am 28.04.

Wir beginnen mit unserer Vortragstournee in Frankfurt und zwar am

28.04.2009
um 20:00
im IvI, Kettenhofweg 130

Eingeladen hat uns das Institut für vergleichende Irrelevanz.

Die genaue Vortragsankündigung findet sich hier.

Übrigens findet sich neben einer interessanten Rezension von „Operation Walküre“ eine stark gekürzte Fassung des Diskursartikels aus der Broschüre in der aktuellen Ausgabe (#82) des Antifaschistischen Infoblattes.

Supergedenkjahr 2009

Das Bündnis …Ums Ganze hat eine Kampagne anlässlich des „Supergedenkjahres“ gestartet:

Staat. Nation. Kapital. Scheiße.- Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit“ .

Auftakt der Kampagne ist eine Vortragsreihe der Gruppe top-berlin unter dem Titel „Kultur. Ideologie. Nation.“, die an dieser Stelle hiermit beworben werden soll.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Supergedenkjahr ist auch der bereits erwähnte Pink Rabbit unterwegs, der gerade seinen zweiten Coup gelandet hat.

Wir verstehen unsere Arbeit ebenfalls als kleinen Teil in dem Bemühen, der nationalen Feierei etwas entgegenzuhalten.
Deshalb gehen wir jetzt auch erstmal auf Vortragstournee in den Städten Köln, Dresden, Frankfurt und Bremen. Termine stehen noch nicht, werden aber rechtzeitig bekannt gegeben.
Denn grade im nationalen Supergedenkjahr wird auch der nationale Superheld seinen Zweck für die deutsche Selbstbeweihräucherung erfüllen – gerade weil auch der 65. Jahrestag des Attentats auf dem Kalender steht.

Kundgebung und Medienecho

Obwohl wir ein doch recht kleines Grüppchen waren, erziehlte die Kundgebung doch einige Aufmerksamkeit.
Die Redebeiträge, die wir auf der Kundgebung gehalten haben, können hier und hier nachgelesen werden. Ein Artikel über die Kundgebung zur Premiere findet sich auf Indymedia, ein anderer beim Medienkollektiv.

anti-stauffenberg-kundgebung

In beiden Artikeln wird auch der „Pink Rabbit“ erwähnt, den die Naturfreundejugend mit dem Spruch „Deutschland ist mir Möhre“ auf den Roten Teppich schickte und dazu ein Flugblatt verteilte. (Video hier).
Wir wünschen dem Pinken Hasen noch sehr viele schöne Auftritte auf seinem weiteren Weg im „Supergedenkjar 2009″:

pink rabbit

Aus diesem Grund wird im Jahr 2009 Pink Rabbit viel unterwegs sein. Überall dort, wo nationale Inszenierungen stattfinden, wird es auftauchen und sie lächerlich machen. Auf der Website: www.pink-rabbit.org wird es regelmäßig seine neuesten Coups erläutern.

An dieser Stelle wollen wir der nfj und dem Rabbit nochmal ein großes Dankeschön aussprechen, einerseits für die gelungene Aktion, anderseits auch, weil sicherlich die große mediale Aufmerksamkeit, die unserer Veranstaltung zuteil wurde, zum größten Teil wohl ihr Verdienst ist.
(mehr…)

Kundgebung gegen nationale Helden

Kundgebung zur Deutschlandpremiere von „Operation Walküre“.
Dienstag 20.01 19h, Alte Postdamer Str., gegenüber dem Marlene-Dietrich-Platz, beim Theater am Potsdamer Platz. Veranstaltet von …nevergoinghome

Anit-Stauffenberg-Transparent

60 Jahre Deutschland sind genug! Für viele genug, um versöhnlich auf die deutsche Geschichte zu blicken. Mit „Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ kommt ein Film in die Kinos, auf den die Hoffnung gesetzt wird, Deutschland zu einem besseren Ansehen in der Welt zu verhelfen. Möchte man ein „Volk“ der Opfer und Widerständler sein und eine selbstbewußte Außenpolitik betreiben, bietet sich der konservative „Widerstand“ eines Stauffenberg als Anknüpfungspunkt für die Begründung einer scheinbar moralisch einwandfreien deutschen Tradition an. Ein „anständiger“ Nationalismus und Militarismus, in dessen Traditionlinie sich die Bundeswehr, stellvertretend für die gesamte Nation, bei den feierlichen Gelöbnissen des 20. Juli immer wieder gerne stellt. Wir brauchen keine nationalen Helden, weil wir keine deutsche Nation brauchen. Stauffenberg abschalten! Eject Germany!

Die taz über die Podiumsdiskussion

Die taz schafft es, über die Podiumsdiskussion zu berichten, ohne den Namen unserer Gruppe zu erwähnen. Vielleicht ist das aber auch besser so.

http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/hitler-sells-stauffenberg-sells-more/

Podiumsdiskussion: Stauffenberg im deutschen Erinnerungsdiskurs

Podiumsdiskussion: \"Stauffenberg im deutschen Erinnerungsdiskurs - Vom Vaterlandsverräter zum Superhelden in Uniform\" mit Prof. Dr. Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler, Frankfurt a.M.), Konstantin Sakkas (Freier Autor, Berlin) Sonja Schultz (Filmwissenschaftlerin, Berlin) Prof. Dr. Wolfgang Wippermann (Historiker, Berlin) am 15.01. im Kinosaal der Humboldtuniversität Berlin, Unter den Linden 6

Stauffenberg im deutschen Erinnerungsdiskurs
Vom „Vaterlandsverräter“ zum Superhelden in Uniform

Podiumsdiskussion mit
Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler, Frankfurt a.M.)
Konstantin Sakkas (Freier Journalist und Autor, Berlin)
Sonja Schultz (Filmwissenschaftlerin, Berlin)
Wolfgang Wippermann (Historiker, Berlin)

am 15.01. um 20:00 Uhr
im Kinosaal der Humboldt-Universität Berlin, Unter den Linden 6.

Veranstaltet von nevergoinghome.

Am 20. Januar startet der Film „Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ in den deutschen Kinos. Das gibt Anlass, die bisherige Rolle des Attentats für die gegenwärtigen Erinnerungspolitik zu diskutieren. Hierfür ist auch von Interesse, in welchen historischen Zusammenhängen das Attentat stand und wie die Ereignisse in früheren Verfilmungen verarbeitet worden sind. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs hat sich das Gedenken an Stauffenberg gewandelt. Er wurde zunächst als Vaterlandsverräter betrachtet, gilt aber vielen mittlerweile als Held. Bekannt ist allerdings, dass es sich bei den Verschwörern vom 20. Juli 1944 um Gegner der Weimarer Republik handelte, die von den Verbrechen der Nationalsozialisten wussten und sich aktiv an der deutschen Kriegsführung beteiligten.
Eigenen sich die Attentäter als politisch-moralische Vorbilder für die Deutschen?

Anti-Trailer

Eine Filmgruppe hat einen netten Anti-Trailer zu Valkyrie gemacht. Danke!

Broschüre

Die Broschüre Fragwürdige Traditionslinien ist fertig und kann hier heruntergeladen werden. Alle Artikel wurden von dem Autorenkollektiv nevergoinghome verfasst. Die Broschüre liegt auch als Printversion vor.
Fragwürdige Traditionslinien

Vortrag in Bamberg

Am 27. November halten wir in Bamberg einen Vortrag. In Bamberg ist Stauffenberg eine besonders wichtige Figur: Dort begann er seine militärische Laufbahn bei den „17er Reitern“ und dort lebte seine Frau bis zu ihrem Tode.
Umso mehr freuen wir uns, dass uns die „Freie Uni Bamberg“ eingeladen hat, an dem Mythos Stauffenberg auch in Bamberg zu kratzen.

Neue Broschüre: Remember the 9th of November

Die Jungdemokrat_innen/Junge Linke Brandenburg haben eine Broschüre zum 9. November herausgegeben. Darin findet sich auch ein Beitrag über Geschichtsrevisionismus von uns. Die Broschüre kann hier als pdf heruntergeladen oder bei Jungdemokrat_innen/ Junge Linke Brandenburg bestellt werden.

remember Hier der Ankündigungstext von JD/JL:

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I remember, remember the 9th of november…
Die Erinnerung und das Gedenken an die Novemberpogrome in Deutschland
Eine Broschüre der Jungedemokrat_innen/Junge Linke Brandenburg

Jedes Jahr am 9. November kommt es in den Nachrichten, in Zeitungen stehen Artikel, Polititiker_innen halten Reden und legen Kränze nieder, in Schulen wird vielleicht auch ein Projekt zum Thema durchgeführt – denn im November 1938 fanden überall in Deutschland antisemitische Pogrome statt, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November ihren
traurigen Höhepunkt erreichten. Obwohl dies ein überaus deutliches Zeichen dafür ist, wie weit der Antisemitismus in den Köpfen der Deutschen im November 1938 schon voran geschritten war, wird diesem Tag in Deutschland nur oberflächlich gedacht. Fern ab von den eingangs erwähnten medialen Einschüben, politischen Reden und Schulprojekten findet keine tief gehende Auseinandersetzung mit den Novemberpogromen, der Shoah und der nationalsozialistischen Geschichte Deutschlands statt.

Deshalb haben Jd/jL Brandenburg eine umfangreiche Broschüre veröffentlicht. Sie stellt den Versuch dar, mehr Hintergrundwissen zu den Novemberpogromen und ihren Folgen damals wie heute zu veröffentlichen: Einleitend gibt es eine historische Einordnung der Novemberpogrome und die direkten Folgen der Vernichtungspolitik im nationalsozialistischen Deutschland werden untersucht. Dabei wollten wir es jedoch nicht belassen. Denn die Novemberpogrome und die Shoah wirken bis heute: Sie sind zu finden in den Leerstellen jüdischen Lebens, die sie unter uns hinterlassen haben. Sie sind zu erkennen in der Art und Weise, wie in der DDR, der BRD und der Berliner Republik ein Gedächtnistheater rund um das Gedenken an die Novemberpogrome inszeniert wird. Die Folgen sind auch deutlich, wenn man sich anschaut, wie in Deutschland mit der NS-Geschichte umgegangen wird oder wenn man betrachtet, wie Antisemitismus bis heute tief in der Gesellschaftverankert ist. Zu all diesen Themen finden sich Artikel in der Broschüre. In den von uns zusammengetragenen Seiten gibt es auch ein Interview zum aktuellen Antisemitismus in Brandenburg.

Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass wir in dieser Broschüre keine fertigen Konzepte zum Umgang mit dem Erinnern und Gedenken an die Novemberpogrome liefern. Vielmehr verstehen wir unsere Broschüre als Anregung zu Diskussionen. Wir würden uns freuen, wenn diese Diskussionen Ideen für eine politische Praxis liefern, welche die aktuelle Gedenkkultur in Deutschland kritisch hinterfragt und neue Ausblicke eröffnet.

Wir hoffen, ihr findet viele neue Anregungen beim Lesen dieser Broschüre!

Eure Jungdemokrat_innen/Junge Linke Brandenburg
im November 2008

Ihr hättet gern einige Exemplare dieser Broschüre? Wir schicken sie euch zu!

Einfach bestellen unter:
Jungdemokrat_innen/ Junge Linke Brandenburg
Gryphiusstraße 23
10245 Berlin
Tel. 030-325 327 70
Fax. 030-325 327 71
Mail. info@jdjl-brandenburg.de

Die Broschüre findet ihr auch online unter:
http://www.inforiot.de/material/remember.pdf

Vortrag und Party

Am 19.07.2008 um 21:30 Vortrag und Party in der K9

Anlässlich des 20. Juli und des öffentlichen Gelöbnisses wird ein deutscher Liebling auf unterschiedliche Weise auseinander genommen:

22:00 Vortrag der Gruppe …nevergoinghome:
„Nationalheld Superstauffe und seine reaktionären Freunde“
23:00 Pausenunterhaltung mit „Strunzenbrunz and the Ugly Germans“ (teutonic beatbox acapella marschmusik)
23:30 Diskussion zum Vortrag
00.00 Film „Die Antiwalküre“ – ein Post-Hitler-Stauffenberg-Doku-Drama von
Don Chaos de la Nada/Trashcoreproduction


K9Flyer

ab 0:00 Party mit:
Monty Cantsin (Pop-electro-queer-booty)
Prof. Habermaus (Moderner Dreiklang)
Dr. Augenklappe (90´s Hits meet Pogopopelectrotrash)

23. Juni 2008: gegen die garnisionkirche!

Unser Redebeitrag zur Demo findet sich hier.

…nevergoinghome in der „phase 2″

p2

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „phase 2“ ist ein Artikel von uns erschienen, in dem wir den Erinnerungsdiskurs um Stauffenberg und den 20. Juli in der Bundesrepublik von 1945 bis heute nachzeichnen.

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Nachtrag: Ab jetzt steht der Artikel auch online zur Verfügung. Auf unserer Seite hier oder als Printversion bei der phase 2.

Text des Vortrags jetzt online

Der Text des Vortrags kann jetzt nachgelesen werden. Er liegt hier.

…nevergoinghome stellt sich vor

Wir stellen unsere Anti-Stauffenberg-Kampagne vor und zur Diskussion. Dazu halten wir einen Vortrag am 20.03.2008 um 20:30 im Projektraum Neukölln, Hermannstr. 48.

Flyer

Spätestens seit dem heiß diskutierten Filmdreh von Tom Cruises “Valkyrie” ist allen Deutschen klar, dass Stauffe ein verdammt tighter Typ gewesen sein muss — ein Held, wenngleich zum Leidwesen deutscher Patrioten für die Welt noch ein “unknown hero” (Filmtrailer OV). Das könnte sich aber, so hoffen einige, mit dem Film ändern. Stauffenberg soll das Ansehen Deutschlands in der Welt retten — er verkörpere das “andere” Deutschland — den “wahren deutschen Geist”, der neben Hitler angeblich immer auch bestanden habe. Was dieser gern imaginierte wahre deutsche Geist hingegen ist, lässt sich an der Figur Stauffenberg allerdings gut zeigen: Ein national-konservativer reaktionärer Militarist, den sein preußischer Gehorsam in eine Krise des Gewissens stürzte, als er Deutschland zu liebe “die Tat” wagte. Kein Wunder also, wenn das Gedenken an Stauffenberg und seine reaktionären Mitstreiter_innen in erster Linie immer einem nationalistischen und militaristischen Diskurs diente und sowohl bei Wiederbewaffnung als auch bei dem ersten Angriffskrieg der BRD zur moralisch-ideologischen Legitimation herangezogen werden konnte. Mit Stauffi wird Geschichtsrevisionismus leicht gemacht: Die Verbrechen des NS müssen nicht geleugnet werden, man braucht sich bloß in die Tradition des einäugigen Helden unter den angeblich blinden Mitläufer_innen zu stellen. So kann sich auch der/die reaktionärste Deutsche als Antifaschist_in begreifen.
Damit das “heilige Deutschland” nicht lange lebt, setzt sich die Gruppe …nevergoinghome mit der laufenden Debatte auseinander und verweigert Stauffe alle Ehre. Denn: Wer Deutschland liebt, muss scheiße sein.