Archiv der Kategorie 'Hinweise'

Veranstaltungshinweis

Der AK Geschichtspolitische Interventionen (agi) lädt zu einer Podiumsdiskussion und zu Workshops zum „Zentrum gegen Vertreibung“.

Jenseits von Steinbach: Geschichtspolitik um das Vertreibungszentrum</p>
<p>Podiumsdiskussion | Dienstag, 9. Juni 2009, 19:30 Uhr<br />
Humboldt-Uni, Seminargebäude am Hegelplatz, Raum 1.1.01, Dorotheenstraße 21, Berlin-Mitte </p>
<p>Workshops | Samstag, 13. Juni 2009, 10-18 Uhr<br />
Alte Feuerwache, Axel-Springer-Straße 40/41, Berlin-Kreuzberg

Zu den Ankündigungen hier.

Besonders aufmerksam machen wollen wir aus Gründen der Eigenwerbung auf das Abschlusspanel der Veranstaltungen:

Erinnerungspolitische Interventionsmöglichkeiten im „Supergedenkjahr ‘09″.
Gemeinsam mit anderen Gruppen und Initiativen, die sich auf dem Feld der Erinnerungspolitik tummeln, wollen wir bisherige Erfahrungen, Ansätze und Kampagnen sowie deren Erfolge und Misserfolge diskutieren. Das soll in einen Austausch über Strategien linker Intervention im Bereich der Erinnerungs- und Geschichtspolitik im „Gedenkjahr ‘09“ und darüber hinaus münden.

Gäste (u.a.): Pink Rabbit, nevergoinghome, Antifaschistische Initiative Moabit [AIM].

Vortrag in Frankfurt am 28.04.

Wir beginnen mit unserer Vortragstournee in Frankfurt und zwar am

28.04.2009
um 20:00
im IvI, Kettenhofweg 130

Eingeladen hat uns das Institut für vergleichende Irrelevanz.

Die genaue Vortragsankündigung findet sich hier.

Übrigens findet sich neben einer interessanten Rezension von „Operation Walküre“ eine stark gekürzte Fassung des Diskursartikels aus der Broschüre in der aktuellen Ausgabe (#82) des Antifaschistischen Infoblattes.

Supergedenkjahr 2009

Das Bündnis …Ums Ganze hat eine Kampagne anlässlich des „Supergedenkjahres“ gestartet:

Staat. Nation. Kapital. Scheiße.- Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit“ .

Auftakt der Kampagne ist eine Vortragsreihe der Gruppe top-berlin unter dem Titel „Kultur. Ideologie. Nation.“, die an dieser Stelle hiermit beworben werden soll.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Supergedenkjahr ist auch der bereits erwähnte Pink Rabbit unterwegs, der gerade seinen zweiten Coup gelandet hat.

Wir verstehen unsere Arbeit ebenfalls als kleinen Teil in dem Bemühen, der nationalen Feierei etwas entgegenzuhalten.
Deshalb gehen wir jetzt auch erstmal auf Vortragstournee in den Städten Köln, Dresden, Frankfurt und Bremen. Termine stehen noch nicht, werden aber rechtzeitig bekannt gegeben.
Denn grade im nationalen Supergedenkjahr wird auch der nationale Superheld seinen Zweck für die deutsche Selbstbeweihräucherung erfüllen – gerade weil auch der 65. Jahrestag des Attentats auf dem Kalender steht.

Neue Broschüre: Remember the 9th of November

Die Jungdemokrat_innen/Junge Linke Brandenburg haben eine Broschüre zum 9. November herausgegeben. Darin findet sich auch ein Beitrag über Geschichtsrevisionismus von uns. Die Broschüre kann hier als pdf heruntergeladen oder bei Jungdemokrat_innen/ Junge Linke Brandenburg bestellt werden.

remember Hier der Ankündigungstext von JD/JL:

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I remember, remember the 9th of november…
Die Erinnerung und das Gedenken an die Novemberpogrome in Deutschland
Eine Broschüre der Jungedemokrat_innen/Junge Linke Brandenburg

Jedes Jahr am 9. November kommt es in den Nachrichten, in Zeitungen stehen Artikel, Polititiker_innen halten Reden und legen Kränze nieder, in Schulen wird vielleicht auch ein Projekt zum Thema durchgeführt – denn im November 1938 fanden überall in Deutschland antisemitische Pogrome statt, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November ihren
traurigen Höhepunkt erreichten. Obwohl dies ein überaus deutliches Zeichen dafür ist, wie weit der Antisemitismus in den Köpfen der Deutschen im November 1938 schon voran geschritten war, wird diesem Tag in Deutschland nur oberflächlich gedacht. Fern ab von den eingangs erwähnten medialen Einschüben, politischen Reden und Schulprojekten findet keine tief gehende Auseinandersetzung mit den Novemberpogromen, der Shoah und der nationalsozialistischen Geschichte Deutschlands statt.

Deshalb haben Jd/jL Brandenburg eine umfangreiche Broschüre veröffentlicht. Sie stellt den Versuch dar, mehr Hintergrundwissen zu den Novemberpogromen und ihren Folgen damals wie heute zu veröffentlichen: Einleitend gibt es eine historische Einordnung der Novemberpogrome und die direkten Folgen der Vernichtungspolitik im nationalsozialistischen Deutschland werden untersucht. Dabei wollten wir es jedoch nicht belassen. Denn die Novemberpogrome und die Shoah wirken bis heute: Sie sind zu finden in den Leerstellen jüdischen Lebens, die sie unter uns hinterlassen haben. Sie sind zu erkennen in der Art und Weise, wie in der DDR, der BRD und der Berliner Republik ein Gedächtnistheater rund um das Gedenken an die Novemberpogrome inszeniert wird. Die Folgen sind auch deutlich, wenn man sich anschaut, wie in Deutschland mit der NS-Geschichte umgegangen wird oder wenn man betrachtet, wie Antisemitismus bis heute tief in der Gesellschaftverankert ist. Zu all diesen Themen finden sich Artikel in der Broschüre. In den von uns zusammengetragenen Seiten gibt es auch ein Interview zum aktuellen Antisemitismus in Brandenburg.

Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass wir in dieser Broschüre keine fertigen Konzepte zum Umgang mit dem Erinnern und Gedenken an die Novemberpogrome liefern. Vielmehr verstehen wir unsere Broschüre als Anregung zu Diskussionen. Wir würden uns freuen, wenn diese Diskussionen Ideen für eine politische Praxis liefern, welche die aktuelle Gedenkkultur in Deutschland kritisch hinterfragt und neue Ausblicke eröffnet.

Wir hoffen, ihr findet viele neue Anregungen beim Lesen dieser Broschüre!

Eure Jungdemokrat_innen/Junge Linke Brandenburg
im November 2008

Ihr hättet gern einige Exemplare dieser Broschüre? Wir schicken sie euch zu!

Einfach bestellen unter:
Jungdemokrat_innen/ Junge Linke Brandenburg
Gryphiusstraße 23
10245 Berlin
Tel. 030-325 327 70
Fax. 030-325 327 71
Mail. info@jdjl-brandenburg.de

Die Broschüre findet ihr auch online unter:
http://www.inforiot.de/material/remember.pdf