Archiv der Kategorie 'Stauffenberg-Kritik'

Vortrag in Bamberg

Am 27. November halten wir in Bamberg einen Vortrag. In Bamberg ist Stauffenberg eine besonders wichtige Figur: Dort begann er seine militärische Laufbahn bei den „17er Reitern“ und dort lebte seine Frau bis zu ihrem Tode.
Umso mehr freuen wir uns, dass uns die „Freie Uni Bamberg“ eingeladen hat, an dem Mythos Stauffenberg auch in Bamberg zu kratzen.

Vortrag und Party

Am 19.07.2008 um 21:30 Vortrag und Party in der K9

Anlässlich des 20. Juli und des öffentlichen Gelöbnisses wird ein deutscher Liebling auf unterschiedliche Weise auseinander genommen:

22:00 Vortrag der Gruppe …nevergoinghome:
„Nationalheld Superstauffe und seine reaktionären Freunde“
23:00 Pausenunterhaltung mit „Strunzenbrunz and the Ugly Germans“ (teutonic beatbox acapella marschmusik)
23:30 Diskussion zum Vortrag
00.00 Film „Die Antiwalküre“ – ein Post-Hitler-Stauffenberg-Doku-Drama von
Don Chaos de la Nada/Trashcoreproduction


K9Flyer

ab 0:00 Party mit:
Monty Cantsin (Pop-electro-queer-booty)
Prof. Habermaus (Moderner Dreiklang)
Dr. Augenklappe (90´s Hits meet Pogopopelectrotrash)

23. Juni 2008: gegen die garnisionkirche!

Unser Redebeitrag zur Demo findet sich hier.

…nevergoinghome in der „phase 2″

p2

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „phase 2“ ist ein Artikel von uns erschienen, in dem wir den Erinnerungsdiskurs um Stauffenberg und den 20. Juli in der Bundesrepublik von 1945 bis heute nachzeichnen.

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Nachtrag: Ab jetzt steht der Artikel auch online zur Verfügung. Auf unserer Seite hier oder als Printversion bei der phase 2.

Text des Vortrags jetzt online

Der Text des Vortrags kann jetzt nachgelesen werden. Er liegt hier.

…nevergoinghome stellt sich vor

Wir stellen unsere Anti-Stauffenberg-Kampagne vor und zur Diskussion. Dazu halten wir einen Vortrag am 20.03.2008 um 20:30 im Projektraum Neukölln, Hermannstr. 48.

Flyer

Spätestens seit dem heiß diskutierten Filmdreh von Tom Cruises “Valkyrie” ist allen Deutschen klar, dass Stauffe ein verdammt tighter Typ gewesen sein muss — ein Held, wenngleich zum Leidwesen deutscher Patrioten für die Welt noch ein “unknown hero” (Filmtrailer OV). Das könnte sich aber, so hoffen einige, mit dem Film ändern. Stauffenberg soll das Ansehen Deutschlands in der Welt retten — er verkörpere das “andere” Deutschland — den “wahren deutschen Geist”, der neben Hitler angeblich immer auch bestanden habe. Was dieser gern imaginierte wahre deutsche Geist hingegen ist, lässt sich an der Figur Stauffenberg allerdings gut zeigen: Ein national-konservativer reaktionärer Militarist, den sein preußischer Gehorsam in eine Krise des Gewissens stürzte, als er Deutschland zu liebe “die Tat” wagte. Kein Wunder also, wenn das Gedenken an Stauffenberg und seine reaktionären Mitstreiter_innen in erster Linie immer einem nationalistischen und militaristischen Diskurs diente und sowohl bei Wiederbewaffnung als auch bei dem ersten Angriffskrieg der BRD zur moralisch-ideologischen Legitimation herangezogen werden konnte. Mit Stauffi wird Geschichtsrevisionismus leicht gemacht: Die Verbrechen des NS müssen nicht geleugnet werden, man braucht sich bloß in die Tradition des einäugigen Helden unter den angeblich blinden Mitläufer_innen zu stellen. So kann sich auch der/die reaktionärste Deutsche als Antifaschist_in begreifen.
Damit das “heilige Deutschland” nicht lange lebt, setzt sich die Gruppe …nevergoinghome mit der laufenden Debatte auseinander und verweigert Stauffe alle Ehre. Denn: Wer Deutschland liebt, muss scheiße sein.