Archiv für November 2009

Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!

Am Sonntag, den 25.10.2009, verhinderten Antisemitinnen und Antisemiten gewaltsam eine vom Hamburger Programmkino b-movie und der Gruppe Kritikmaximierung geplante Vorführung von Claude Lanzmanns Film »Warum Israel«.

Wie viele andere Gruppen oder Einzelpersonen denken auch wir, dass dies ein Vorfall war, der nicht hinzunehmen ist und rufen deshalb dazu auf, sich deutlich gegen Antisemitismus – auch gegen den von links – zu positionieren.

Am 13.12.09 soll der Film im b-movie gezeigt werden – und das darf nicht ein zweites Mal verhindert werden. Um die Angreiferinnen und Angreifer vom 25.10. politisch zu isolieren und eine Wiederholung ihres antisemitischen Gewaltspektakels zu verunmöglichen, rufen wir innerhalb des breiten Bündnisses gegen Hamburger Unzumutbarkeiten zu einer Demonstration zum b-movie auf.

Auftaktkundgebung: 13.30 vor der Roten Flora
Abschlusskundgebung: 15.00 vor dem B-Movie

Weitere Infos:

Aufruf

Seite des Bündnisses gegen Hamburger Unzumutbarkeiten

Text zu Antisemitismus unter Roter Fahne von der Gruppe Cosmoproletarian Solidarity

Volkstrauertag und Heldengedenken

Mit mehreren Aktionen wurde dem diesjährigen Volkstrauertag begegnet.

An der Kundgebung am Columbiadamm (Aufruf hier) nahmen ca. 100 Personen teil. Das „Heldengedenken“ wurde durch die fröhliche Musik von den Lautsprecherwagen und mehrere gute Redebeiträge gestört. Der Redebeitrag der Gruppe …nevergoinghome. kann hier nachgelesen werden.

KundgebungColumbiadamm

Weitere Informationen: Indymedia-Artikel zur Kundgebung und Fotos.

Pink Rabbit am Volkstrauertag

Kranzniederlegung Pink Rabbit

Bereits am Vortag fand die Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Lilienthalfriedhof statt. Als alle Gäste schweigend auf den Beginn der Zeremonie warteten, tauchte jedoch zuerst Pink Rabbit auf und brachte etwas Leben und Farbe zwischen grauberockte und fackeltragende Soldaten.

Beim Pink Rabbit begründet man die Aktion folgendermaßen:
„Aus unserer Sicht geht es hier nicht um Trauer, sondern um die Legitimierung militärischer Gewalt. Die Veranstaltungen dienen gewollt oder ungewollt der Verdrängung der nationalsozialistischen Verbrechen. Wir glauben, dass ein Soldatenfriedhof kein Ort der Trauer sein kann, wir glauben, dass der Volkstrauertag kein geeigneter Tag des Gedenkens ist und wir meinen vor allem, dass Stiefel, Uniform und Fackeln ungeeignete Bekleidung für das Betreten eines Friedhofs sind.“

Am Volkstrauertag selbst war Pink Rabbit wieder vor Ort und legte nach dem Bundespräsident und den Vertreter_innen aller Verfassungsorgane selbst einen Kranz nieder, auf dem „Möhrenkränze statt Volkstrauertag“ zu lesen war. Für diese öffentliche Bekundung von Trauerverweigerung wurde das Rabbit vor den Augen vieler verwunderter Tourist_innen und Passant_innen von der Polizei abgeführt.

Keine Versöhnung mit deutschen Täter!

Zuvor hatten seine Freund_innen bereits spontan ein Transparent gezeigt und der schaulustigen Menge ihre Sicht auf die Geschichte mit Sprechchören mitgeteilt. Insbesondere ältere Menschen reagierten erbost.
Video, weitere Fotos und Flugblatt zur Aktion wie immer auf www.pink-rabbit.org.

Volkstrauertag- deutsche Opfermythen angreifen

gegen heldengedenken

Infoveranstaltung zum Volkstrauertag und zum Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge

Wir informieren über den in jedem Jahr im November stattfindenden Volkstrauertag (dieses Jahr am 15.11) und der Organisation, welche diesen Feiertag in der Weimarer Republik mit revanchistischer Stoßrichtung etablierte und sich auch heute traditionsbewusst in dieser Hinsicht zeigt: der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK). So hat hier die Relativierung der Geschichte Methode und aus deutschen Tätern können unter der Prämisse: „Versöhnung über den Gräbern“ auch mal schnell deutsche Opfer werden.

Informiert wird auch über das Heldengedenken am Columbiadamm und die geplanten Gegenaktivitäten.

12.11 um 19h im Größenwahn in der K9
Kinzigstr. 9 (U5 Samariterstr.)