Gegen jedes Heldengedenken

Das „Heldengedenken“ auf dem Garnisonsfriedhof Columbiadamm ist ein jährliches Ritual rechter, rechtsradikaler, reaktionärer und nazistischer Vereine und Verbände, das am sog. „Volkstrauertag“ stattfindet. Zu diesem Tag treffen sich Reservisten der Deutschen Bundeswehr, reaktionäre Traditionsverbände, Burschenschaften, Alt- und Neonazis, um der im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten zu gedenken und sie als „Helden“ zu verehren.

Zwar ist es durch antifaschistische Proteste zuletzt gelungen, die Veranstaltung gesellschaftlich zu isolieren und Vertreter_innen der „Demokratischen Parteien“ (noch 2006 legte der FDP-Bezirksverband Neukölln einen Kranz nieder) und der Bundeswehr eine Teilnahme unmöglich zu machen. Auch ging die Zahl der Teilnehmer_innen in den letzten Jahren zurück. Trotzdem ist es bis heute nicht gelungen, diesem nationalistischen, reaktionären und geschichtsrevisionistischen Treiben ein Ende zu bereiten. Daher gilt es auch dieses Jahr, der Veranstaltung lauten und unversöhnlichen Protest entgegenzubringen.

Unserer Protest gilt aber nicht dieser reaktionären Veranstaltung allein, sondern dem Volkstrauertag auch in seiner zivilgesellschaftlichen Form, wie sie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der offizielle Staatsakt zeigt. Keine Träne für deutsche Täter.

Den ganzen Aufruf lesen.

Mobilisierungs-Jingle anhören:

Kommt zur Kundgebung gegen das Heldengedenken am 15.11.2009 um 10:00h, Columbiadamm