Archiv für Januar 2009

Kundgebung und Medienecho

Obwohl wir ein doch recht kleines Grüppchen waren, erziehlte die Kundgebung doch einige Aufmerksamkeit.
Die Redebeiträge, die wir auf der Kundgebung gehalten haben, können hier und hier nachgelesen werden. Ein Artikel über die Kundgebung zur Premiere findet sich auf Indymedia, ein anderer beim Medienkollektiv.

anti-stauffenberg-kundgebung

In beiden Artikeln wird auch der „Pink Rabbit“ erwähnt, den die Naturfreundejugend mit dem Spruch „Deutschland ist mir Möhre“ auf den Roten Teppich schickte und dazu ein Flugblatt verteilte. (Video hier).
Wir wünschen dem Pinken Hasen noch sehr viele schöne Auftritte auf seinem weiteren Weg im „Supergedenkjar 2009″:

pink rabbit

Aus diesem Grund wird im Jahr 2009 Pink Rabbit viel unterwegs sein. Überall dort, wo nationale Inszenierungen stattfinden, wird es auftauchen und sie lächerlich machen. Auf der Website: www.pink-rabbit.org wird es regelmäßig seine neuesten Coups erläutern.

An dieser Stelle wollen wir der nfj und dem Rabbit nochmal ein großes Dankeschön aussprechen, einerseits für die gelungene Aktion, anderseits auch, weil sicherlich die große mediale Aufmerksamkeit, die unserer Veranstaltung zuteil wurde, zum größten Teil wohl ihr Verdienst ist.
(mehr…)

Kundgebung gegen nationale Helden

Kundgebung zur Deutschlandpremiere von „Operation Walküre“.
Dienstag 20.01 19h, Alte Postdamer Str., gegenüber dem Marlene-Dietrich-Platz, beim Theater am Potsdamer Platz. Veranstaltet von …nevergoinghome

Anit-Stauffenberg-Transparent

60 Jahre Deutschland sind genug! Für viele genug, um versöhnlich auf die deutsche Geschichte zu blicken. Mit „Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ kommt ein Film in die Kinos, auf den die Hoffnung gesetzt wird, Deutschland zu einem besseren Ansehen in der Welt zu verhelfen. Möchte man ein „Volk“ der Opfer und Widerständler sein und eine selbstbewußte Außenpolitik betreiben, bietet sich der konservative „Widerstand“ eines Stauffenberg als Anknüpfungspunkt für die Begründung einer scheinbar moralisch einwandfreien deutschen Tradition an. Ein „anständiger“ Nationalismus und Militarismus, in dessen Traditionlinie sich die Bundeswehr, stellvertretend für die gesamte Nation, bei den feierlichen Gelöbnissen des 20. Juli immer wieder gerne stellt. Wir brauchen keine nationalen Helden, weil wir keine deutsche Nation brauchen. Stauffenberg abschalten! Eject Germany!

Die taz über die Podiumsdiskussion

Die taz schafft es, über die Podiumsdiskussion zu berichten, ohne den Namen unserer Gruppe zu erwähnen. Vielleicht ist das aber auch besser so.

http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/hitler-sells-stauffenberg-sells-more/

Podiumsdiskussion: Stauffenberg im deutschen Erinnerungsdiskurs

Podiumsdiskussion: \"Stauffenberg im deutschen Erinnerungsdiskurs - Vom Vaterlandsverräter zum Superhelden in Uniform\" mit Prof. Dr. Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler, Frankfurt a.M.), Konstantin Sakkas (Freier Autor, Berlin) Sonja Schultz (Filmwissenschaftlerin, Berlin) Prof. Dr. Wolfgang Wippermann (Historiker, Berlin) am 15.01. im Kinosaal der Humboldtuniversität Berlin, Unter den Linden 6

Stauffenberg im deutschen Erinnerungsdiskurs
Vom „Vaterlandsverräter“ zum Superhelden in Uniform

Podiumsdiskussion mit
Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler, Frankfurt a.M.)
Konstantin Sakkas (Freier Journalist und Autor, Berlin)
Sonja Schultz (Filmwissenschaftlerin, Berlin)
Wolfgang Wippermann (Historiker, Berlin)

am 15.01. um 20:00 Uhr
im Kinosaal der Humboldt-Universität Berlin, Unter den Linden 6.

Veranstaltet von nevergoinghome.

Am 20. Januar startet der Film „Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ in den deutschen Kinos. Das gibt Anlass, die bisherige Rolle des Attentats für die gegenwärtigen Erinnerungspolitik zu diskutieren. Hierfür ist auch von Interesse, in welchen historischen Zusammenhängen das Attentat stand und wie die Ereignisse in früheren Verfilmungen verarbeitet worden sind. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs hat sich das Gedenken an Stauffenberg gewandelt. Er wurde zunächst als Vaterlandsverräter betrachtet, gilt aber vielen mittlerweile als Held. Bekannt ist allerdings, dass es sich bei den Verschwörern vom 20. Juli 1944 um Gegner der Weimarer Republik handelte, die von den Verbrechen der Nationalsozialisten wussten und sich aktiv an der deutschen Kriegsführung beteiligten.
Eigenen sich die Attentäter als politisch-moralische Vorbilder für die Deutschen?